Deutschland bewertet den GlüStV 2021: Fokus auf Online-Casino-Regeln bis Ende 2026

Felix Klein · Aug 19, 2026

Deutschland bewertet den GlüStV 2021: Fokus auf Online-Casino-Regeln bis Ende 2026

Aktuelle Entwicklungen bei der Evaluierung des GlüStV 2021 in Deutschland

Hintergründe der Evaluierung

Deutschland führt eine formale Überprüfung des GlüStV 2021 durch, wobei der Abschluss der Bewertung vor dem 31. Dezember 2026 angesetzt ist, und die Prüfung richtet sich auf restriktive Vorgaben für Online-Casino-Spiele wie Roulette, Blackjack und Baccarat, die Einsatzlimits, Einzahlungsobergrenzen sowie eine umsatzbasierte Steuer umfassen, während die Kanalisierungsquote bei etwa 77 Prozent liegt und damit fast ein Viertel der Online-Wetten auf unregulierte Offshore-Plattformen abfließt.

Die Aufsicht obliegt der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Abstimmung mit den 16 Bundesländern, und Branchenvertreter liefern Beiträge zu möglichen Anpassungen wie modifizierten Limits oder einem Wechsel zur Bruttospielertragsbesteuerung, wobei Daten zur Kanalisierung als Grundlage für die Diskussionen dienen.

Aktueller Stand der Regulierung

Der GlüStV 2021 regelt seit seiner Einführung das Online-Glücksspiel bundesweit, doch Beobachter stellen fest, dass die strengen Einsatz- und Einzahlungsbeschränkungen dazu führen, dass ein signifikanter Anteil der Spieler auf nicht lizenzierte Anbieter ausweicht, und diese Entwicklung hat die Notwendigkeit einer umfassenden Überprüfung unterstrichen.

Im August 2026 läuft die Evaluierung bereits auf Hochtouren, wobei Vertreter der Bundesländer und der GGL regelmäßige Sitzungen abhalten, um Daten aus dem laufenden Betrieb auszuwerten und erste Reformvorschläge zu sammeln, während die Koordination mit allen 16 Ländern sicherstellt, dass regionale Unterschiede bei der Umsetzung berücksichtigt werden.

Herausforderungen bei der Kanalisierung

Die Kanalisierungsrate von rund 77 Prozent zeigt, dass nahezu ein Viertel der Online-Wetten außerhalb des regulierten Marktes stattfindet, und Berichte verdeutlichen, wie Stake-Limits sowie die steuerliche Belastung auf Einsatzbasis die Attraktivität lizenzierter Angebote mindern, sodass Spieler vermehrt auf Offshore-Seiten ausweichen.

Experten analysieren diese Zahlen, um festzustellen, welche Anpassungen die Kanalisierung verbessern könnten, und die GGL koordiniert dabei den Austausch mit Branchenakteuren, die auf eine Umstellung zur Bruttospielertragsbesteuerung oder angepasste Limits hinweisen.

Einblicke in die Regulierungsdebatte um Online-Casinos in Deutschland

Mögliche Reformansätze

Als Teil der Evaluierung diskutieren die Beteiligten Optionen wie die Anpassung von Einsatz- und Einzahlungslimits oder den Wechsel zu einer GGR-basierten Besteuerung, und diese Vorschläge zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit regulierter Anbieter zu stärken, ohne die Schutzziele des GlüStV zu vernachlässigen.

Die GGL sammelt hierzu Stellungnahmen aus der Industrie und vergleicht die Daten mit Erfahrungen aus anderen europäischen Märkten, während die 16 Bundesländer ihre jeweiligen Perspektiven einbringen, um ein einheitliches Vorgehen zu ermöglichen.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Bis zum Abschluss der Evaluierung vor dem 31. Dezember 2026 werden weitere Analysen und Abstimmungen stattfinden, und die Ergebnisse sollen als Basis für gesetzliche Anpassungen dienen, die sowohl die Kanalisierung erhöhen als auch die Spielersicherheit wahren.

Die laufende Zusammenarbeit zwischen der GGL und den Bundesländern stellt sicher, dass alle relevanten Aspekte der Online-Casino-Regulierung berücksichtigt werden, und Brancheneingaben fließen kontinuierlich in den Prozess ein.

Fazit

Die formale Bewertung des GlüStV 2021 bietet Deutschland die Gelegenheit, die bestehenden Regelungen für Online-Casino-Spiele zu überarbeiten, wobei die Koordination durch die GGL und die Einbeziehung der 16 Länder sowie der Industrie zentrale Elemente darstellen, und die angestrebte Erhöhung der Kanalisierungsquote bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der Reformüberlegungen.